🇩🇪 Tour de Wendland - Endlich Wettkampf!

Aktualisiert: Juli 17

Tour de Wendland ist eine Amateurrundfahrt. Sie findet vom 10.07.- 12.07.20 im Wendland, Niedersachsen statt. Die drei Wettkämpfe bestehen aus Zeitfahren, Rundstreckenrennen. Wheel Divas nahmen mit 5 Fahrerinnen teil.


"Drei Tage Rennen in anspruchsvollem Terrain" versprach neben der Internetseite radsport-news auch der Haupt-Organisator Joachim Brzezinski. "Nerven aus Stahl für Rad-Abfahrt mit 70 km/h" titelte dazu die Elbe-Jeetzel- Zeitung nebst Fotos. Die Rundfahrt bestand Corona- bedingt 2020 aus:

  1. Etappe 11.07.20 - Hitzacker Einzelzeitfahren, 14 km

  2. Etappe 12.07.20 - Hitzacker Rundstreckenrennen, ca. 105 km

  3. Etappe 13.07.20 - Hitzacker Einzelzeitfahren, 21 km

Jede Einzelne vom Team konnte sich steigern, erreichte persönlich gesteckte Ziele wie u.a. neue Leistungswerte in Watt. Alle Fahrerinnen kamen durch´s Ziel. Damit nicht genug gab es noch Belohnungen: Jeden Tag war das Podium rot durchsetzt und zuletzt Sonntag war das Podium Wheel- Divas vollständig rot. Beste Einzelfahrerin war Sam Sandten. Und es gab Eis.... nebst einer Herausforderung für Teamchef Hans-Günter Päske bei einer StVO- konformen Verkehrlenkung in Hitzacker.


Das Gesamtergebnis Frauen nach drei Tagen heisst WHEEL DIVAS Cycling Team.

  1. Platz Gesamtwertung Sam Sandten

  2. Platz Gesamtwertung Marie Lagershausen

  3. Platz Gesamtwertung Lotta Schoenemeyer

An der Tour nahmen zudem noch Maren Thümmler und Selina Knaul teil.


1. Tag Einzelzeitfahren


Für unsere Selina war es das erste Rundstreckenrennen, denn eigentlich war das Mittelfeld bei RB Leipzig ihre Kampfarena. 2019 kam Selina zum Radsport und zur Erkenntnis, ein Spiel dauert beim Radsport mehr als 90 Minuten und jedenfalls so lange, bis jede die Ziellinie überquert.


Bericht Selina


Endlich wieder ein Wettkampf! Nach über drei Monaten ohne Rennbetrieb geht es am Freitag früh für fünf Diven (Lotta, Maren, Marie, Sam und Selina) von Berlin nach Niedersachsen, in das kleine Städtchen Hitzacker.


Begleitet wird das Team von Hans-Günter Päske (Teammanager), Clemens Ludwig (sportlicher Leiter) und Sina Päske (Betreuerin und Athletikcoach). Dort wird sich das Team den drei Etappen der Tour de Wendland stellen. Die „satten Steigungsprozente“ auf dem anspruchsvollen Terrain, wie es so schön auf der Webseite des Veranstalters heißt, lernen wir Fahrerinnen bereits beim 12 Kilometer Bergzeitfahren am Freitagabend kennen.



Dabei sichert sich Sam Sandten mit einer Zeit von 19:59 Minuten den ersten Platz bei den Frauen und Rang 27 in der Gesamtwertung. Katharina Hinz vom Team Maxx Solar Lindig (21:39 Minuten) wird Zweite. Platzierung drei macht sich Marie Lagershausen mit einer Zeit von 22:12 Minuten klar. Am Ende des Abends sind alle Diven mit ihrer Leistung zufrieden. Nach dem gemeinsamen Abendessen und anschließender Teambesprechung geht der Tag mit Vorfreude auf Etappe zwei zu Ende.

2. Tag Rundstreckenrennen


Auf dem Plan standen 105 km, 1.000 Höhenmeter in 5 Runden. Wir befinden uns im Jahre 2020 v.Chr. und Corona- bedingt startete nur ein Feld, das vollständig aus Männern bestand, der Radsport ist von ist halt nur von Männern besetzt. Der ganze Radsport ? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Dorf hört nicht auf, Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Fahrerinnen, die als Besatzung in den befestigten Lagern rund um das Teamfahrzeug zu finden sind ..... * *Anlehnung an die Asterix-Hefte. Sie beginnen mit der inzwischen berühmt gewordenen Einleitung.


Bericht Sam:


Teil 1: Die zweite Etappe der Tour de Wendland beinhaltete 5 Runde (ca 100 km und 1026 hm). Alle Wheel Divas kämpften sich durch und so bleibt es spannend, welche Platzierungen in der abschließenden Gesamtwertung zu Buche schlägt.....


Anm: Da Sam heute sehr fertig war, versprach Sie, dass zur zweiten Etappe noch

ein paar weitere Worte folgen. Bis dahin gute Nacht.


Teil 2: " Ohne Mampf kein Dampf (...)" - Das hätte das Motto für die zweite Etappe sein können.


Hätte, wenn der Magen nicht schon vor dem Warmfahren rebelliert hätte. So musste die heutige Vorbereitung in einer abgespeckten Variante stattfinden.


Keine 8 km nach dem coronakonformen gemeinsamen Start aller Klassen erfolgte der erste Sturz. Glücklicherweise war darin keine der Diven verwickelt, aber die erste und entscheidene Selektion erfolgte promt. Folgen - das war nun das Motto des Tages.


Unerfahren mit der einhändigen Öffnung von DextroEnergie- Gels war die beidhändige Hilfe des sportlichen Leiters Clemens nötig. Die Erkenntnis im Gepäck, wie viel Gels der Körper verträgt, ging es nach dem Rennen unter die Decke in die Schattenzone.


Ursprünglich sollte am Nachmittag als 3. Etappe ein Kriterium über 45 km in Lüchow stattfinden. Das wurde wegen der besonderen Umstände abgesagt

3. Tag Einzelzeitfahren

Letzte Etappe mit einem weiterem Einzelzeitfahren, diesmal über 21km. Alle Starterinnen erreichten das Ziel. Am Ende konnte das Team die Plätze 1 und 2 und 3 für dritte und letzte Etappe

  1. Platz Sam Sandten

  2. Platz Marie Lagershausen

  3. Platz Lotta Schoenemeyer

(v.l.n.r Sportlicher Leiter Clemens Ludwig, Marie, Sam, Lotta, Maren, Teamleiter Hans-Günter Päske)

Die Gesamtwertung nach drei Tagen heisst WHEEL DIVAS Cycling Team.

  1. Platz Gesamtwertung Sam Sandten

  2. Platz Gesamtwertung Marie Lagershausen

  3. Platz Gesamtwertung Lotta Schoenemeyer


Zu erwähnen wäre noch die hervorragende Verkehrslenkung vom Teamchef Hans-Günter Päske am letzten Tag. So bot das Team in Ermangelung von Streckenvollsperrung und Personal dem Veranstalter die Sicherung der Kreuzung in Hitzacker an. Bewaffnet mit eigenem Megaphon, Warnweste, Flagge und durch konsequentes Auftreten konnte er sicher stellen, dass in 60 Minuten alle Starter des Einzelzeitfahrens nach der 1.000m Gefällefahrt nahezu ungebremst und jedenfalls gefahrlos auf die Strasse donnern konnten. So waren dann auch die Wheel Divas ein wenig am neuen Streckenrekord der Männer beteiligt und verhinderten ein größeres Verkehrschaos.

Vielen Dank an die Interessengemeinschaft Ausdauersport IGAS Wendland e.V. , allen voran Joachim Brzezinski für die Einladung und den Mut, in dieser Zeit wieder ein Rennen stattfinden zu lassen.


Vielen Dank auch an unsere Unterstützer, die in diesen Zeiten weiter zu uns halten.

Beitrag wird redaktionell weiter bearbeitet.