đŸ‡©đŸ‡Ș "Mit der Zeit wird alles heil, nur das Rad hat seinen Teil"- Rad Bundesliga Baden- WĂŒrttemberg

Aktualisiert: vor 6 Tagen

„RippenbrĂŒche sind ĂŒberbewertet.“ sagte Jens Voigt. Er vergaß hinzu zu fĂŒgen, sie tun verdammt weh, auch auf der Bahn. Das Team war zum Bahnrennen in Baden WĂŒrttemberg. Mit Erfolgen, zerstörtem Material, Schmerzen und einer Menge neuer Erfahrungen.


Die Radrennbahn der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen war das knapp 700km entfernte Ziel. Es ist die ĂŒberlicherweise die Trainingsarena des Radsportverein Edelweiß e.V. und bekannt durch die TIS-Sixdays-Night sowie als Austragungsort mehrer Deutscher Meisterschaften. Das Besondere, sie ist 333,33 Meter lang, 6,50 Meter breit ist und hat nur eine Kurvenerhöhung von 28 Grad. Und die Bahn ist uns nicht unbekannt.


Das Pflichtrennen als Omnium fand im Rahmen der Rad- Bundesliga statt. MIt dabei waren Sandra, unsere neue Fahrerin Nadja Moster vom RSV Yburg Steinbach sowie unsere beiden Bahn- KĂŒken Marie und Maren. Alle ĂŒbrigen Damen waren wegen des coronabedingten Durcheinander bei der Jahresplanung langfristig anderweitig verpflichtet. Mit dabei waren unsere Tausendsassa Sportlicher Leiter, Mechaniker, Betreuer, Kraftfahrer und einfach Lebensretter Clemens Ludwig und Ralf KĂŒhner. An beide vielen Dank fĂŒr diesen Einsatz, ist ja alles nicht selbstverstĂ€ndlich.


Gemeldet hatten sich bei hochsommerlichen Temperaturen 39 Fahrerinnen aus der gesamten Republik.


Bericht von Marie

Am Sonntag startete verspÀtet die Radbundesliga 2020 mit einem Bahnrennen in Oberhausen-Rheinhausen. Am Start waren 32 Frauen und Juniorinnen, darunter 4 Diven (Maren, Sandra, Nadja und ich).

Da es mein erstes Bahnrennen war, war ich vorsichtig, konnte mich allerdings beim ersten Lauf des Omniums (dem Scratchrennen) langsam weiter nach vorne des Feldes bewegen, bis es dann

nach der HĂ€lfte der Runden ein schwerer Sturz gab, in den neben mir auch Sandra und Maren sowie 6 anderer Fahrerinnen verwickelt waren, worauf hin das Rennen vorerst beendet wurde. Nachdem dann 4 der gestĂŒrzten Fahrerinnen ins Krankenhaus transportiert wurden sind, wurden die restlichen Runden des Scratchs gefahren. Nach dem Sturz fĂŒhlte ich mich noch unwohler im Feld und fuhr wieder ganz hinten. Von Rennen zu Rennen wurde es jedoch besser. In dem vierten und letzten Lauf fasste ich meinen ganzen Mut und ĂŒberholte das ganze Feld und startete eine kleine Attacke, die aber leider schon kurze Zeit spĂ€ter wieder endete.


Insgesamt habe ich allerdings viel gelernt und bin gespannt auf die nĂ€chsten (Bahn-)Rennen. Sandra und Maren konnten wir dann nach den Rennen zum GlĂŒck wieder aus den KrankenhĂ€usern abholen und unsere neue Fahrerin Nadja konnte sich in allen Rennen vorne positionieren.


Weitere Einzelheiten zum Rennverlauf sind im BDR- Artikel vom 18.08.20 veröffentlicht.


Wir haben das Beste aus dem Omnium gemacht: Nadja mit einem hervorragenden Platz 9 und Marie mit Platz 25 als Premiere. Maren und Sandra sind auf dem Wege der Besserung. Es gibt neue Helme und das mit den RĂ€dern bekommen wir auch wieder hin.


Wie dem aus sei, es war schön, bei dem Corona- Jahresveranstaltungschaos und einer als durchaus verpfuscht zu definierenden Saison mal wieder unsere Konkurrenz zu sehen. Von hier aus herzliche GrĂŒĂŸe u.a. an maxx-solar LINDIG women cycling team, Team Stuttgart und d.velop ladies.



Weitere Informationen folgen.

"Was wir brauchen, sind ein paar verrĂŒckte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben", sagte der große Schriftsteller George Bernard Shaw. Das Team schließt sich der Meinung ShawÂŽs an. Wir brauchen ein paar VerrĂŒckte , die den Frauenradsport nach vorn bringen.

Vielen Dank an alle, auch an unsere und die UnterstĂŒtzer des Frauenradsports, die in diesen Zeiten weiter zu uns halten.

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