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🇩🇪 GERA-KRACHER! WHEEL DIVAS HOLEN BERG-KRONE, TOP-15 UND 18 UCI-Punkte

Die LOTTO Thüringen Women Cycling Challenge 2026 war kein normales Eintagesrennen. UCI 1.Pro , 121,6 Kilometer, Hitze, Wind, Ferberturm, Schlussrunden in Gera – und ein Feld mit WorldTour-, Pro- und starken Continental-Teams. Für uns Wheel Divas wurde dieser Tag hart, chaotisch, wertvoll: Jette Aelken auf Platz 13, Corinna Lechner holt die Bergwertung, Fenja Gerpott und Jana Meus kommen stark durch – und alle sechs Wheel Divas werden klassiert mit Teamwertung Platz 5.

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UCI 1.pro ProSeries Women

Thüringen ist zurück – nicht als Spazierfahrt

Dieses Rennen hatte Gewicht, noch bevor der scharfe Start überhaupt frei war. Die frühere Thüringen-Rundfahrt war eines der traditionsreichsten Frauenrennen in Deutschland. 2026 kam der Neustart als LOTTO Thüringen Women Cycling Challenge: ein ProSeries-Eintagesrennen in Gera.


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oneteam. 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Für den deutschen Frauenradsport ist das wichtig. Für uns Wheel Divas erst recht. Denn hier ging es nicht nur um ein Ergebnis. Es ging darum, auf deutschem Boden in einem internationalen UCI-ProSeries-Feld sichtbar zu sein.

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Von Anfang an bestimmend. 📷 Julius Päske (Wheel Divas)
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Jana, Paula, Maddy (v.l.n.r.) 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Der Start: Wind, Warten, Stillstand – und dann volle Konzentration

Schon der Beginn war unruhig. Neutraler Start, Stillstand, Warten auf Jury und Bahnschranken, Wind, Hitze, Verpflegung, Eis, Trinkflaschen. Das klingt nach Nebensache. Ist es aber nicht.

Solche Rennen gewinnt man nicht nur mit Beinen. Man übersteht sie mit Organisation.

Unsere Crew stand früh an der Verpflegung. Eis und Getränke waren Thema von Beginn an. Bei 28 Grad Durchschnittstemperatur ist das kein Detail, sondern Rennlogik. Wer da zu spät trinkt, bezahlt später.

Und sportlich waren wir sofort da: Corinna, Fenja, Jana, Jette und Paula vorne im Feld. Corinna schickte die Mädels nach vorne. Genau so muss man in einem ProSeries-Rennen auftreten: nicht abwartend, nicht ängstlich, sondern präsent.


Corinna macht den Berg zur Wheel-Divas-Zone

Dann kam der erste große Moment: Corinna Lechner geht an der Bergwertung nach vorn. Im Liveticker steht nur knapp: „Corinna Bergwertung“ – aber die Wirkung ist klar. Das war nicht Symbolik. Das war Rennfahren.

Auch später an den weiteren Bergwertungen bleibt Corinna da. Zweite Bergwertung: wieder Corinna. Dritte Bergwertung: wieder Corinna. Dann die interne Meldung: „Wir haben die Queen of Mountain.“

Das ist stark.

Denn in einem Rennen mit Ferberturm, Dörtendorf, kurzen harten Rampen und einem Feld voller starker Teams ist eine Bergwertung kein Geschenk. Corinna hat genau das gemacht, was sie seit Jahren auszeichnet: Rennen lesen, Position halten, dort punkten, wo es wehtut.

Am Ende steht Platz 24 im Tagesergebnis. Aber diese Zahl erzählt nicht alles. Corinnas eigentliche Leistung liegt darin, dass sie das Rennen aktiv mitprägt.


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Fenja Gerpott, Jana Meus, Jette Aelken, Paula Gloning. 📷 Julius Päske (Wheel Divas)
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Jette Aelken 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Jette fährt das Ergebnis des Tages

Das beste Wheel-Divas-Tagesresultat kommt von Jette Aelken: Platz 13.

Das ist ein echtes Brett.

Jette fährt nicht irgendwo im Restfeld ins Ziel. Sie fährt in einem Rennen, das im Finale komplett auseinanderbricht, in die Top 15. Vor ihr liegen WorldTour- und starke Pro-/Continental-Fahrerinnen. Hinter ihr viele große Namen.

Das ist genau die Art Ergebnis, die für ein Team im ersten Continental-Jahr zählt. Nicht laut angekündigt, nicht künstlich aufgeblasen – sondern sauber im Ergebnis. Platz 13 in einem UCI-1.Pro-Rennen ist ein Leistungsnachweis.


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Fenja Gerpott, Edelhelfer und stark am Berg📷 Julius Päske (Wheel Divas)
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Jana Meus mit Teamdebbüt  📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Fenja und Jana: stark im richtigen Moment

Auch Fenja Gerpott und Jana Meus fahren ein richtig wichtiges Rennen.

Fenja wird früh mehrfach vorne gesehen, führt zwischenzeitlich sogar das Peloton an und bleibt im entscheidenden Teil lange in den relevanten Gruppen. Am Ende Platz 27 – zeitgleich mit Corinna und Jana in der Gruppe um +2:06.

Jana wird ebenfalls stark klassiert, direkt hinter Fenja auf Platz 28. Für Jana ist das genau so ein Rennen, in dem man als Fahrerin viel lernt: Position, Tempo, Hitze, Ferberturm, Schlussrunden, internationale Härte. Das sieht in der Ergebnisliste nüchtern aus. Im Rennen selbst ist es viel mehr: Beide bleiben im vorderen Rennbereich, wenn das Feld längst splittert.

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Paula Gloning kämpft sich durch 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Paula leidet – und kommt trotzdem durch

Der härteste persönliche Tag war wahrscheinlich der von Paula Gloning.

Schon früh kommt die Meldung: Paula geht es schlecht, nicht ihr Tag. Im Team wird sofort an Kühlung gedacht. Die Verpflegung muss reagieren, der Renndienst, das Teamauto, die Gruppenlogik – alles wird plötzlich operativ.

Und Paula? Sie kommt zurück. Erst kleine Gruppe, dann wieder ans Feld, dann wieder im Rennen. Am Ende wird sie auf Platz 54 klassiert.

Das ist nicht der Platz, über den man normalerweise groß schreibt. Aber hier gehört er in den Blog. Weil genau solche Tage zeigen, was Entwicklung bedeutet. Paula hätte rausfallen können. Sie hätte komplett platzen können. Sie kämpft weiter und bringt das Rennen nach Hause.

wheel-divas-lotto-thueringen-women-cycling-challenge-2026-gera.jpg, Julius Päske,Maddy Wasserbäch links mit Paula Gloning 📷 Julius Päske (Wheel Divas)
Maddy Wasserbäch links mit Paula Gloning 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Maddy verliert den Anschluss – aber nicht den Willen

Auch Madeleine Wasserbaech muss leiden. Sie fällt zurück, wird aus dem Auto versorgt, hängt zeitweise hinter dem Feld und muss ihren eigenen Rhythmus finden. Das ist bei einem ProSeries-Rennen mit Schlussrunden und selektivem Finale brutal schwer.

Aber auch sie kommt durch. Platz 47, klassiert, +10:01. Für eine junge Fahrerin ist das kein kleiner Punkt. Es ist ein Rennen, das weh tut, aber Substanz bringt. Maddy nimmt diesen Tag mit. Nicht als einfache Ergebniszeile, sondern als internationale Erfahrung.

Vorne entscheidet Human Powered Health – hinten zeigt sich die Tiefe

Ganz vorne spielt Human Powered Health das Finale perfekt. Marit Raaijmakers gewinnt, Iurani Blanco wird Zweite. Malou Eisen von VolkerWessels komplettiert das Podium. Der Sieg kommt aus einer kleinen Spitzengruppe, die sich auf den späten, harten Runden absetzt.

Das zeigt, wie hoch das Niveau war. WorldTour-Power vorne. Canyon//SRAM in den Top 7. VolkerWessels aktiv. REMBE, LKT, VIF, MAT Atom und andere stark vertreten.

Und trotzdem stehen wir am Ende mit sechs klassierten Fahrerinnen da.

Das ist der entscheidende Punkt.



Teamwertung: Wheel Divas zeigen Breite

Auch in der Teamwertung ist dieser Tag stark einzuordnen. Rechnet man die drei besten Wheel-Divas-Zeiten zusammen, steht das Team bei nur +5:24 Minuten auf die Siegerzeit – getragen von Jette Aelken, Corinna Lechner und Fenja Gerpott. Noch wichtiger: Mit sechs klassierten Fahrerinnen zeigen die Wheel Divas in einem UCI-1.Pro-Rennen nicht nur ein einzelnes Spitzenergebnis, sondern echte Mannschaftsbreite. Genau das ist der Unterschied zwischen einem guten Resultat und einem belastbaren Teamauftritt.

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Teamvorstellung 📷 Julius Päske (Wheel Divas)

Unser Fazit: kein Sieg – aber ein starker Teamtag

Die LOTTO Thüringen Women Cycling Challenge war hart, heiß und taktisch anspruchsvoll. Für uns Wheel Divas war es kein perfekter Tag. Aber es war ein sehr wertvoller Tag.

Jette fährt Platz 13. Corinna holt die Bergwertung und wird 24. Fenja wird 27. Jana 28. Maddy und Paula kämpfen sich durch schwierige Phasen und kommen ebenfalls klassiert ins Ziel.

Sechs Fahrerinnen am Start. Sechs Fahrerinnen in der Wertung.

In einem UCI-1.Pro-Rennen.

Das ist kein Zufall. Das ist Teamarbeit, Organisation, Kampf und Entwicklung. Dickes Lob geht an den Staff mit Sina Päske (Sportliche Leitung), Paul Rölz (2. Sportlicher Leiter), David Paustian (Mechaniker, Zweirad Center Stadler) und den Helfern Christine Mähler und Andreas Buchheim. Foto und Media verantworteten Julius Päske, Darius Wille und Matthias Pöttker-Stöhr. Danke sagen wir an Motorrad Begleit Staffel Mitteldeutschland (MBSM) e.V. für die Unterstützung


Genau solche Rennen zeigen, dass wir als Wheel Divas nicht nur antreten. Wir lernen, wir punkten, wir prägen Wertungen – und wir bleiben sichtbar, wenn das Rennen hart wird.

Gera war kein leichter Tag. Und es war ein Wheel-Divas-Tag.


Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall


Marken des Wheel Divas Cycling Team und des Vereins

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