Verification: b36b11b22995e914
top of page

🇩🇪 DM 2026: Wheel Divas fahren stark gegen Profis, Hitze und Defekte Rad-DM 2026

Aktualisiert: 5. Juli

Deutsche Meisterschaft. Strassenradsport, Einzelzeitfahren live. 26,2 Kilometer. 215 Höhenmeter. Hitze. Kurven. Materialstress. Und mittendrin: die Wheel Divas. In der Elite-DM fahren Corinna Lechner auf Platz 4, Stephanie Meder trotz Schaden auf Platz 6, Inka Tulowitzki trotz Probleme auf Platz 11 und Fenja Gerpott auf Platz 18. In der Bundesliga-Wertung wird daraus ein noch stärkeres Ausrufezeichen: Platz 2, Platz 4, Platz 7, Platz 16, Platz 25 und Platz 39 für die Wheel Divas.

Steinfurt, Lila Logistik Bundesliga, Frauenradsport, Wheel Divas, Berliner Radsportverband , Berliner Radsportverein, gleiche Teilhabe, Weltanschauung, Gleichberechtigung, weiblicher Radsport 2025

Erst sauber trennen: Frauen Elite, Bundesliga und U23

Bei dieser Deutschen Meisterschaft muss man die Ergebnislisten sauber lesen. Die Frauen-Elite-DM ist die nationale Meisterschaftswertung. Hier wird die deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren ermittelt. In dieser Wertung gewinnt Franziska Koch vor Antonia Niedermaier und Lisa Klein. Direkt dahinter kommt Corinna Lechner auf Platz 4. Stephanie Meder wird Sechste, Inka Tulowitzki Elfte und Fenja Gerpott Achtzehnte.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
Wheel Divas fahren in deutsche Zeitfahr-Spitze 📷 Julius Päske

Die Bundesliga-Frauenwertung ist eine eigene Wertung innerhalb der Rad-Bundesliga. Dort gewinnt Lisa Klein. Corinna Lechner wird Zweite, Stephanie Meder Vierte, Inka Tulowitzki Siebte, Fenja Gerpott Sechzehnte, Madeleine Wasserbaech Fünfundzwanzigste und Paula Gloning Neununddreißigste.

Die U23-Wertung ist nochmals gesondert zu betrachten. Madeleine Wasserbaech steht in der U23-Gesamtliste auf Platz 15, zählt wegen ihrer australischen Nationalität aber nicht als deutsche U23-DM-Platzierung. Paula Gloning wird in der deutschen U23-DM-Wertung auf Platz 20 geführt.

Genau diese Trennung ist wichtig. Denn sie zeigt: Die Wheel Divas liefern nicht nur in einer Nebenwertung. Sie sind in der nationalen Elite-DM, in der Bundesliga und in der U23-Struktur sichtbar.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen. Sina Päske bei Paul Gloning. Hitze und Eis
Mehr als 20 kg Eis verbraucht bei Temperaturen von knapp 40°C. Hier Chefin Sina Päske bei Paul Gloning 📷 Julius Päske

Das war kein flaches Zeitfahren. Das war ein Meisterschaftskurs.

Es ging über Simmershausen, Bedheim, Roth, Gleichamberg, Linden, Haubinda und Westhausen zurück nach Streufdorf. Das Profil zeigte mehrere Belastungsphasen: den ersten Steigungsblock Richtung Gleichamberg, den zweiten Abschnitt ab Linden und den letzten harten Teil ab Westhausen. Kurz vor dem Ziel kamen noch einmal Gefälle, eine scharfe Kurve, Ortsdurchfahrt und der finale Weg zurück nach Streufdorf.

Das war kein „Rauflegen, Ballern, Wende, zurück“. Das war ein Kurs, auf dem man ständig entscheiden musste: Aero bleiben oder umfassen? Druck halten oder sauber durch die Kurve? Gang stehen lassen oder neu aufnehmen?

Wer hier schnell war, musste mehr können als nur Watt treten.


Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
📷 Julius Päske

Hitze, Material, Stress – der Tag begann nicht erst auf der Rampe

Dazu kam die Hitze. Für ein Einzelzeitfahren ist das besonders brutal, weil es keine Gruppe gibt, keine Pause, keinen Moment zum Verstecken. Jede Fahrerin ist allein mit Strecke, Körper, Material und Kopf.

Auch organisatorisch war der Tag intensiv. Angereist war ein großer Staff: Sportlicher Leiter Niklas Reinhardt, Darius Wille für Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung, die Mechaniker David Paustian und Tim Krause, dazu Christine Mähler, Hans-Günter Päske, Sina Päske, Marius Hofmann, Arndt Bruhns und Jan Carlsen. Außerdem hatte Alexander Bauer im Vorfeld Vorbereitungen für Inka Tulowitzki und Stephanie Meder getroffen.

Das klingt nach viel Personal. Aber genau solche Tage zeigen, warum Staff im Radsport nicht Beiwerk ist. Zeitfahren ist Materialdisziplin. Position, Transponder, Ersatzrad, Laufräder, Druck, Kühlung, Startablauf – alles muss stimmen. Und wenn etwas nicht stimmt, muss es sofort gelöst werden.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen. Corinna Lechner
Corinna Lechner 📷 Julius Päske

Corinna Lechner: 13 Sekunden hinter Lisa Klein – das ist nationale Spitze

Das stärkste Wheel-Divas-Ergebnis des Tages liefert Corinna Lechner.

In der Elite-DM fährt sie auf Platz 4. Vor ihr liegen Franziska Koch, Antonia Niedermaier und Lisa Klein. Das ist absolute deutsche Spitze. Hinter ihr folgen zahlreiche starke Fahrerinnen aus Profi-, Bundesliga- und UCI-Strukturen.

In der Bundesliga-Wertung wird Corinna sogar Zweite. Nur 13,25 Sekunden fehlen ihr dort auf Lisa Klein. Auf 26,2 Kilometern ist das extrem eng. Diese Zahl muss man einordnen. Lisa Klein ist Olympiasiegerin, Weltklassefahrerin und Zeitfahr-Spezialistin. Gegen eine solche Athletin auf einem technischen Kurs nur 13 Sekunden zu verlieren, ist kein normales gutes Ergebnis. Das ist nationale Spitze.

Corinna zeigt damit: Wheel Divas können im deutschen Zeitfahren ganz vorne mitfahren.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
📷 Julius Päske

Stephanie Meder: Platz 4 – und dann kommt die Defekt-Rechnung

Der bitterste Moment trifft Stephanie Meder.

Gut einen Kilometer vor dem Ziel, in der letzten Phase des Zeitfahrens, hat sie einen Reifenschaden. Genau dort, wo normalerweise nur noch eines zählt: Tempo halten, Druck stehen lassen, Zielgerade retten.

Stattdessen: Defekt. Radwechsel. Neustart. Binnen etwa 30 Sekunden sitzt Stephanie wieder auf dem Ersatzrad. Das ist stark gearbeitet. Aber im Einzelzeitfahren sind 30 Sekunden eine Welt.

Offiziell wird Stephanie Vierte, mit 18,42 Sekunden Rückstand auf Lisa Klein. Das heißt: Der reine Defekt- und Wechselverlust war größer als ihr Rückstand auf die Siegerzeit. Rein rechnerisch war damit nicht nur das Podium möglich. Stephanie lag ohne Defekt im realistischen Kampf um Platz 1 bis 3.

Genau deshalb ist Platz 4 sportlich höher zu bewerten, als die Ergebnisliste auf den ersten Blick zeigt. Stephanie verliert nicht, weil sie einbricht. Sie verliert Zeit durch einen Defekt im schlechtesten Moment des Rennens – und bleibt trotzdem in der absoluten Spitze.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
📷 Julius Päske

Stephanie Meder: Elite-DM Platz 6 – trotz Reifenschaden kurz vor dem Ziel

Der bitterste Moment trifft Stephanie Meder. Gut einen Kilometer vor dem Ziel, in der letzten Phase des Zeitfahrens, hat sie einen Reifenschaden. Genau dort, wo normalerweise nur noch eines zählt: Tempo halten, Druck stehen lassen, Zielgerade retten.

Stattdessen: Defekt. Radwechsel. Neustart.

Binnen etwa 30 Sekunden sitzt Stephanie wieder auf dem Ersatzrad. Das ist stark gearbeitet. Aber im Einzelzeitfahren sind 30 Sekunden eine Welt.

Offiziell wird Stephanie Sechste in der Elite-DM und Vierte in der Bundesliga-Wertung. In der Bundesliga-Wertung fehlen ihr nur 18,42 Sekunden auf Lisa Klein. Der Wechselverlust war damit größer als dieser Rückstand.

Rein sportlich heißt das: Ohne Defekt wäre Stephanie nicht nur sicher noch näher am Podium gewesen. Sie wäre in der Bundesliga-Wertung realistisch mitten im Kampf um Platz 1 bis 3 gewesen. Auch in der Elite-DM wäre das Ergebnis nochmals anders zu bewerten. Das macht Platz 6 in der Elite-DM und Platz 4 in der Bundesliga-Wertung stärker, als die reine Ergebnisliste zeigt.


Inka Tulowitzki: Elite-DM Platz 11, Bundesliga Platz 7 trotz Schaltungsproblem

Auch Inka Tulowitzki fährt ein Ergebnis, das man nicht isoliert lesen darf.

Platz 11 in der Elite-DM und Platz 7 in der Bundesliga-Wertung sind auf dem Papier bereits stark. Noch stärker wird es durch den Kontext: Ihre Schaltung funktionierte nicht richtig – und das offenbar von Beginn an.

Auf einem flachen, gleichmäßigen Kurs wäre das ärgerlich. Auf dieser Strecke ist es leistungsentscheidend. Die vielen Wellen, Übergänge, Kurven und Steigungswechsel verlangen präzise Gänge. Wer nicht sauber schalten kann, verliert Rhythmus, Trittfrequenz und Beschleunigung.

Inka fährt trotzdem in der Bundesliga in die Top 7 und in der Elite-DM knapp außerhalb der Top 10. Das ist Klasse unter Einschränkung.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
📷 Julius Päske

Fenja, Maddy und Paula: Die Breite macht den Unterschied

Hinter den Top-Ergebnissen kommt der zweite starke Teil dieses Tages: die Mannschaftsbreite.

Fenja Gerpott fährt auf Platz 18 in der Elite-DM und Platz 16 in der Bundesliga-Wertung. Auf einer Strecke, die technisch und physisch beides fordert, ist das ein solides Ergebnis im vorderen Bereich. Fenja hält den Wheel-Divas-Block weit vorne und bestätigt die Breite im Team.

Madeleine Wasserbaech wird 25. in der Bundesliga-Frauenwertung. In der U23-Gesamtliste fährt sie auf Platz 15. Weil sie mit australischer Nationalität geführt wird, ist das keine deutsche U23-DM-Platzierung. Sportlich bleibt es trotzdem ein wichtiger Nachweis: Maddy bringt ein hartes DM-Zeitfahren sauber durch und sammelt wertvolle Erfahrung.

Paula Gloning wird 39. in der Bundesliga-Frauenwertung und 20. in der deutschen U23-DM-Wertung. Auch das gehört zur Einordnung: Paula stellt sich dem nationalen Vergleich, fährt die 26,2 Kilometer zu Ende und nimmt einen weiteren Baustein für ihre Entwicklung mit.

Nicht jedes Ergebnis ist ein Podium. Aber jedes Ergebnis zählt im Aufbau eines Teams.

Die Statistik: Wheel Divas vorne und breit vertreten

Die Zahlen zeigen den Wert dieses Tages.

In der Elite-DM fahren zwei Wheel Divas in die Top 6: Corinna Lechner auf Platz 4, Stephanie Meder auf Platz 6.

Drei Wheel Divas stehen in der Elite-DM in den Top 11: Corinna, Stephanie und Inka.

Vier Wheel Divas stehen in der Elite-DM in den Top 18: Corinna, Stephanie, Inka und Fenja.

In der Bundesliga-Wertung wird es noch deutlicher: Platz 2, Platz 4, Platz 7, Platz 16, Platz 25 und Platz 39 für die Wheel Divas.

Das ist kein einzelner Ausreißer nach oben. Das ist ein Teamblock.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen
📷 Julius Päske

CTW gegen World-Class, WorldTeam-Strukturen und starke Amateurfelder

Wheel Divas fährt 2026 das erste Jahr als UCI Women’s Continental Team. Das ist professionell, aber nicht WorldTour. Es ist ein Aufbaujahr in einem System, in dem die Unterschiede zwischen etablierten WorldTeam-Strukturen, Pro- und Continental-Teams, Development-Programmen, Bundesligateams und Vereinsfahrerinnen groß sind. Genau deshalb ist dieser DM-Tag so wichtig.

Wir fahren hier gegen Franziska Koch von FDJ United - Suez, gegen Antonia Niedermaier von CANYON//SRAM ZONDACRYPTO, gegen Lisa Klein, gegen REMBE | rad-net women, gegen Development-Strukturen, Bundesliga-Spezialistinnen und starke Vereinsfahrerinnen.

In diesem Vergleich liefern die Wheel Divas ab: Corinna fährt in der Elite-DM direkt hinter WorldTour- und Weltklassefahrerinnen auf Platz 4. Stephanie fährt trotz Defekt auf Platz 6. Inka bleibt trotz Schaltungsproblem in Reichweite der Top 10. Fenja ergänzt den Block im vorderen Bereich. Maddy und Paula liefern weitere Zielankünfte und Entwicklungsergebnisse.

Das ist der eigentliche sportliche Befund: Wheel Divas sind nicht nur dabei. Sie sind konkurrenzfähig.


Warum der Staff Teil dieses Ergebnisses ist

Der Radwechsel bei Stephanie zeigt es am deutlichsten. Wenn eine Fahrerin kurz vor dem Ziel einen Reifenschaden hat, kann ein Rennen in Sekunden zerstört sein. Hier reagiert das Team schnell. Ersatzrad. Wechsel. Weiter.

Das kostet Zeit, aber es verhindert Schlimmeres.

Auch die vorbereitende Arbeit zählt: Material, Position, Startabläufe, Betreuung, Kühlung, Ersatzteile, Kommunikation. Bei Hitze und technischer Strecke wächst der Wert des Umfelds. Ein Zeitfahren fährt die Fahrerin allein auf der Straße – aber sie kommt nur dann in diese Lage, wenn das Team im Hintergrund funktioniert.

Dieser DM-Tag war deshalb nicht nur ein Fahrerinnen-Ergebnis. Er war ein Organisationsnachweis.

Wheel Divas Cycling Team bei der Deutschen Meisterschaft Einzelzeitfahren Frauen 2026 in Straufdorf/ Thüringen. Rad-Bundesliga
Gesamtwertung Rad-Bundesliga Juni 2026.

Fazit: Kein perfekter Tag – aber ein starkes Statement

Dieser Tag war nicht glatt. Er war heiß, technisch, stressig und materialanfällig. Stephanie hatte kurz vor dem Ziel einen Reifenschaden. Inka fuhr mit Schaltungsproblem. Der Kurs war wellig, kurvig und anspruchsvoll. Die Bedingungen waren nicht einfach.

Und trotzdem steht am Ende ein Ergebnis, das Gewicht hat:

Corinna Platz 4 in der Elite-DM und Platz 2 in der Bundesliga. Stephanie Platz 6 in der Elite-DM und Platz 4 in der Bundesliga trotz Defekt. Inka Platz 11 in der Elite-DM und Platz 7 in der Bundesliga trotz Schaltungsproblem. Fenja Platz 18 in der Elite-DM und Platz 16 in der Bundesliga. Madeleine Wasserbaech und Paula Gloning mit wichtigen Ergebnissen in Bundesliga und U23-Kontext.

Das ist kein Zufall. Das ist Entwicklung.

Die Wheel Divas zeigen bei der Deutschen Meisterschaft: Wir können Zeitfahren. Wir können Hitze. Wir können technische Kurse. Wir können unter Druck reagieren. Und wir können uns gegen WorldTour-Fahrerinnen, Profis, UCI-Strukturen und starke Amateurfelder behaupten.

Nicht perfekt.

Aber stark genug, um ganz vorne sichtbar zu sein.



Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall


 Marken des Wheel Divas Cycling Team und des Vereins

Oderrundfahrt  oder


Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall


Marken des Wheel Divas Cycling Team und des Vereins

bottom of page