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🇩🇪 KARBACH-SENSATION! DIVAS SCHLAGEN REMBE-DRUCK – UND GEWINNEN DIE TEAM-TAGESWERTUNG

Aktualisiert: 26. Mai

102 Kilometer, sechs Runden, drei Bergwertungen, drei Sprintwertungen, Hitze – und ein Finale, das kurz vor Schluss noch einmal richtig kracht. Die 38. Main-Spessart-Rundfahrt in Karbach mehr als nur das nächste Bundesligarennen: Es ist ein Tag, an dem wir als Wheel Divas zeigen, wie man als Team fährt, leidet, rechnet und am Ende gewinnt. REMBE holt vorne das Podium – aber wir gewinnen die Mannschafts-Tageswertung.


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Der Plan ist klar: Wir machen das Rennen hart

Für mich beginnt dieser Tag mit einer klaren Aufgabe: Wir wollen nicht warten. Wir wollen nicht nur reagieren. Wir wollen das Rennen von Anfang an schwer machen.

Karbach ist das 5. Bundesligarennen der Saison und gleichzeitig Teil der Deutschen Hochschulmeisterschaftswertung. Es geht über rund 102 Kilometer, verteilt auf sechs Runden, mit drei Bergwertungen und drei Sprintwertungen. Dazu kommt: Es ist ungewohnt heiß. Also genau so ein Tag, an dem man früh merkt, wer bereit ist, wirklich zu arbeiten.

Wheel Divas bei der Main-Spessart-Rundfahrt 2026 in Karbach, Tagessieg, Lechner BErgtrikot

Und wir arbeiten. Von Beginn an schlagen wir vorne ein hohes Tempo an. Bereits am ersten Berg wird das Feld kleiner. Inka und Fenja drücken das Tempo, wir bleiben geschlossen vorne, das Feld zieht sich lang. Im Liveticker heißt es früh: „Alle Divas vorne im Hauptfeld“, dann: „Wir erhöhen das Tempo“, später: „Fenja macht Tempo den Berg hoch.“ Genau so fühlt es sich auch an: Druck, Schmerz, Kontrolle.

Wheel Divas bei der Main-Spessart-Rundfahrt 2026 in Karbach, Tagessieg, Lechner BErgtrikot

Das Feld wird kleiner – und genau das wollen wir

In den ersten Runden zerlegt sich das Rennen Stück für Stück. Immer mehr Fahrerinnen fallen an den Anstiegen zurück. Für uns ist das wichtig, weil Karbach kein Rennen ist, das man einfach im Feld verstecken sollte. Wer hier als Team etwas holen will, muss das Rennen früh sortieren.

Genau das tun wir. Wir fahren vorne, wir halten die Position, wir setzen das Feld unter Druck. Später höre ich sogar von anderen Fahrerinnen, dass unser Tempo am ersten Berg wehgetan hat. Das ist kein Zufall. Das ist der Plan.

Auch Radsport-News beschreibt später, dass wir direkt nach dem Start bei sommerlichen Temperaturen hohes Tempo anschlagen und entscheidend dazu beitragen, dass das Rennen selektiv wird. Das passt exakt zu dem, was ich im Rennen spüre: Wir sind nicht Zuschauerinnen. Wir gestalten dieses Rennen.

Dann geht Katharina Palm – und die Rennlogik verändert sich

In der dritten Runde setzt sich Katharina Palm von REMBE | rad-net women solo ab. Sie fährt stark, baut ihren Vorsprung aus und gewinnt am Ende souverän. Das muss man anerkennen: REMBE ist an diesem Tag vorne individuell brutal stark.

Aber für uns ist die Situation komplizierter als nur: „Hinterherfahren oder nicht?“ Wir haben klare Ziele: Teamwertung gewinnen und Corinnas Bergtrikot verteidigen. LKT schaut auf die Nachwuchswertung. Das Rennen wird dadurch taktisch. Nicht jede Lücke ist automatisch unsere Lücke. Nicht jede Nachführarbeit hilft uns.

Natürlich kann man nachher diskutieren, ob man Palm früher konsequenter hätte nachfahren müssen. Aber der entscheidende Punkt ist: Unsere Hauptziele erreichen wir.

Corinna verteidigt das Bergtrikot

Ein großes Ziel ist die Bergwertung. Corinna ist vorne präsent, holt wichtige Punkte und verteidigt das Bergtrikot. Das ist für uns als Team wichtig. Corinna fährt nicht nur für eine Platzierung. Sie fährt für ein Trikot, für Punkte, für die Gesamtwertung – und damit für unsere Sichtbarkeit in der Bundesliga. Nach Karbach steht sie weiter ganz vorne in der Bundesliga-Gesamtwertung, direkt hinter dem REMBE-Trio. Das zeigt, wie konstant stark sie unterwegs ist.


REMBE gewinnt vorne – wir gewinnen in der Breite

Am Ende holt REMBE das komplette Einzelpodium: Katharina Palm gewinnt, Aileen Schweikart wird Zweite, Karoline Goldschmidt Dritte. Das ist beeindruckend. Aber dahinter kommt unsere rote Wand.

Wir bringen alle sechs Wheel Divas unter die Top 20:Maddie wird 8., Paula 10., Corinna 12., ich 14., Inka 18. und Fenja 20.

Das ist für mich der entscheidende Satz dieses Tages. Nicht eine von uns rettet das Ergebnis. Wir alle tragen es. Jede macht ihren Job. Jede hält durch. Jede bringt Punkte und Platzierung nach Hause.

Und wir gewinnen die Mannschafts-Tageswertung, weil wir den U23- Nachwuchs mit am Start haben.


Teamarbeit heißt manchmal: nicht fahren

Von außen sieht Radsport oft einfach aus: Lücke? Zufahren. Angriff? Hinterher. Aber so funktioniert es nicht immer.

In Karbach gibt es Situationen, in denen Fenja und Paula taktisch extrem wichtig fahren. Sie sollen bestimmte Lücken nicht schließen, weil sonst eine LKT-Fahrerin wieder mit nach vorn kommt. Fenja kontrolliert, bremst richtig, arbeitet für die Mannschaftswertung. Das sieht im Ergebnis niemand sofort. Aber genau solche Entscheidungen gewinnen am Ende eine Teamwertung.

Maddie fährt immer wieder nach vorn und drückt das Tempo hoch. Inka macht am Berg Druck und attackiert im Finale. Paula kämpft sich nach einem schweren Moment wieder zurück. Corinna fährt um das Bergtrikot. Ich versuche, selbst sauber durchzukommen, vorne zu bleiben und meinen Teil zum Teamresultat beizutragen.

Das ist kein Einzelrennen mit sechs Trikots. Das ist ein Team.


Finale: Attacken, Chaos, Sturz

In der fünften Runde gehen noch zwei Fahrerinnen von REMBE in die Offensive. In diesem Moment kann von uns niemand folgen. Das ist bitter, aber ehrlich. REMBE nutzt seine Stärke, setzt nach, und vorne wird es schwer.

Auf den letzten acht Kilometern versuchen wir trotzdem noch einmal alles. Inka attackiert. Feld reagiert. Paula attackiert. Feld reagiert. Corinna attackiert und hat kurz eine Lücke. Wieder wird reagiert. Dann noch einmal Inka. Wieder zu.

Es ist dieses typische Finale: Alle sind müde, alle wissen, dass gleich Schluss ist, und trotzdem will niemand kampflos ins Ziel rollen.

Dann kracht es im Zielsprint. Ein großer Sturz im Feld, mehrere Fahrerinnen liegen, es wird hektisch. Zum Glück: Keine von uns ist betroffen. Wir kommen alle durch. Und trotz dieses chaotischen Finals stehen am Ende alle Wheel Divas in den Top 20.


Mein persönlicher Moment: Platz zwei bei der Hochschulmeisterschaft

Für mich hat Karbach noch eine zweite Ebene: Die Deutsche Hochschulmeisterschaftswertung. Dort fahre ich auf einen starken zweiten Platz.

Das bedeutet mir viel. Nicht nur, weil es ein persönliches Ergebnis ist, sondern weil es in diesen Tag passt. Ich fahre nicht isoliert für mich, sondern mitten in einem Team, das funktioniert. Wir gewinnen die Teamwertung, Corinna hält das Bergtrikot, alle kommen in die Top 20 – und ich nehme zusätzlich Platz zwei in der Hochschulwertung mit.

Das ist ein Tag, den man nicht so schnell vergisst.


Der Maschinenraum hinter uns

So ein Rennen gewinnt man nicht nur auf dem Rad. Niklas Reinhardt führt mit Paul Rölz die sportliche Leitung. Tim Krause ist als Mechaniker im Einsatz und liefert mit seinem liveticker wichtige Informationen aus dem Rennen. Arndt Bruhns unterstützt als Helfer. Im Rennen geht es ständig um Abstände, Verpflegung, Gruppen, Bergwertung, Teamwertung, taktische Entscheidungen.

Wenn man im Feld fährt, sieht man oft nur einen Teil. Im Auto wird der Rest gelesen. Genau diese Ruhe und Struktur helfen uns, als Team richtig zu handeln.

38. Main-Spessart-Rundfahrt aus Sicht der U15 mit Strecke und Profil.

Karbach: Tradition, Härte, Bundesliga pur

Die Main-Spessart-Rundfahrt ist nicht irgendein Rennen. Die Bundesliga führt Karbach 2026 als 38. Main-Spessart-Rundfahrt. Das sagt viel. Eine solche Tradition entsteht nicht zufällig. Dafür braucht es Veranstalter, Helfer, Strecke, Organisation und eine Region, die Radsport möglich macht.

Karbach ist hart, ehrlich und selektiv. Genau deshalb ist dieses Rennen wertvoll. Es zeigt, wer nur mitfährt – und wer als Team wirklich Rennen fahren kann. Dafür vielen Dank an den Veranstalter RV Concordia Karbach mit ihrem Vorsitzenden Robert Riedmann.


Mein Fazit

Für mich ist Karbach ein Tag mit klarer Botschaft: REMBE als Schatten der Nationalmannschaft ist vorne stark und holt das Einzelpodium. Aber wir Wheel Divas zeigen, dass man ein Rennen auch anders gewinnen kann: über Breite, Taktik, Zusammenhalt und geschlossene Leistung.

Gesamtwertung nach Tagessieg
Gesamtwertung nach Tagessieg

Wir machen das Rennen früh hart. Wir fahren alle in die Top 20. Corinna verteidigt das Bergtrikot. Ich hole Platz zwei in der Hochschulwertung. Und wir gewinnen die Mannschafts-Tageswertung.

Die richtige Schlagzeile lautet deshalb: REMBE gewinnt vorne – aber wir Wheel Divas gewinnen als Team.



Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall


Marken des Wheel Divas Cycling Team und des Vereins

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