đŸ‡©đŸ‡Ș Die Deponie Lochau kann neben MĂŒll auch ausgezeichnet Radrennen.

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Die Deutsche Meisterschaft Berg kommende Woche ruft und trafen unsere Vorbereitung beim 6. AWH-Straßenradrennen


Die Deutsche Meisterschaft Berg kommendes Wochenende war weiter vorzubereiten. So nahmen wir gern die Gelegenheit des 6. AWH-Straßenradrennens ĂŒber 46 km in Schkopau, OT Döllnitz war. Gefahren wurde auf einer profilierten Strecke innerhalb Deponie Halle- Lochau. Die Veranstalter Abfallwirtschaft Halle, SG Motor Halle sowie der Eislebener RC zauberten bei herrlichem SpĂ€tsommerwetter ein anspruchsvolles Rennen mit ordentlich Höhenmeter . 8 - mal ĂŒber 5,8 km waren kurze hefitige Anstiege mit bis zu 12% zu ĂŒberwinden.


đŸ“· Teammates


Mit dabei waren Rieke, Sam, Lotta, Selina und unser JuniorenkĂŒken und Deutsche Meisterin der C2-Juniorinnen im Eisschnelllauf 2018 Alexa Kebschull. Alexa. FĂŒr sie war es das erste Radrennen ĂŒberhaupt und sie gab alles... und noch ein wenig mehr. Respekt !


Bericht von Alexa

Noch vor einem Jahr stand zum ersten Mal auf dem Plan: Training mit den Wheel Divas. Neue Erfahrungen sammeln neben dem Eisschelllauf. Ich war sehr schnell Feuer und Flamme, da ich mich auch auf dem Rad sehr wohl gefĂŒhlt habe.

Nach meiner doch erfolgreichen Wintersaison bin ich nun offiziell in das Team der Wheel Divas eingestiegen und ich wurde sofort in das Team integriert. Nun lief im Jahre 2020 leider alles ein wenig anders, so dass kurz nach dem Einstieg ins Team auch schon die ersten Rennen, aufgrund des Corona Lock Downs, abgesagt werden mussten. FĂŒr mich ergab sich dann aber im Juni die Chance mit einem Einzelzeitfahren in den Rennmodus mal ĂŒberzugehen. Was eine großartige Erfahrung war.

Nach vielen Wochen, wo ich aufgrund meiner anderen Sportart, nicht da war, war ich immer noch traurig, dass die Rennen alle ausgefallen waren. Da hat sich spontan die Möglichkeit auf, dass doch am Sonntag in Schkopau fahren könnte. Da habe ich natĂŒrlich nicht Nein gesagt! Ein Jahr nach der ersten gemeinsamen Trainingseinheit stand also mein erstes Straßenrennen auf dem Plan. Nach einer unruhigen Nacht und mit der Aufregung, wie vor meinem ersten Wettkampf auf dem Eis, im GepĂ€ck machten wir uns auf den Weg nach Schkopau.

Alle Teamkolleginnen nahmen mich gleich in der Gruppe auf und halfen mir bei doch einigen Unklarheiten, wodurch ich mich sehr wohl gefĂŒhlt habe im Team.

Am Start kam fĂŒr mich dann eine schlechte Nachricht. Die Damen und die Juniorinnen starten getrennt. Mein Puls ging gleich 30 SchlĂ€ge höher, da ich nun alleine aus dem Team an der Startlinie stand mit 4 weiteren Fahrerinnen.

Nach wenigen Kilometern habe ich dann auch schon gemerkt, dass ich bei denen auch nicht mithalten konnte. So fuhr ich Runde fĂŒr Runde mein Tempo. Bis mich Sam mit einem Ă€lteren Herren ĂŒberrundete und im Schlepptau mitnahm. Der, zuvor auf der Busfahrt erklĂ€rte, "Dosenöffner" kam sofort zum Einsatz. Dann jedoch riss der Ă€ltere Herr von Sam ab und ließ mich nicht an ihm vorbei in der folgenden Abfahrt fuhr er hinter mir und nutzte dies dann aus um mich im Anstieg dann wieder zu ĂŒberholen. Da war ich wieder, alleine, keiner um mich rum. Innerlich auf 180, da ich nicht mit so einem Verhalten von dem Sportler gerechnet hatte.

Also fuhr ich weiter bis ich mich umgedrehte und die rot leuchtende Erlösung sah. Lotta und Rieke kamen von hinten, also nahm ich meine Beine nochmal in die Hand und hing mich bei ihnen ran. FĂŒr eine Runde funktionierte es sehr gut, dann aber wurde es immer schwieriger. Als zwischen den beiden und mir wieder eine LĂŒcke entstand, ist etwas eingetroffen was man aus einer Einzelsportart nicht gewohnt ist, sie wurden langsamer und fuhren so schnell, dass ich den Anschluss wiederfand. Mit KrĂ€mpfen erreichte ich dann endgĂŒltig die Ziellinie. Ich wusste, ich habe 110% gegeben und ich wĂŒrde es immer wieder tun.

Diese sehr harte Erfahrung hat mich mental und körperlich stĂ€rker gemacht und ich bin auch voller Vorfreude auf die nĂ€chsten Rennen. Abschließend möchte ich ein großen Dank an das Team der Wheel Divas und auch an meinen Eisschnelllauftrainer Uwe HĂŒttenrauch, der mich zu dem Team gebracht hat, aussprechen! Der Zusammenhalt des Teams ist großartig und die positive Einstellung steckt einen direkt an!

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Ziel des Rennens war die individuelle WettkampfhÀrte zu trainieren. Das Team startete geschlossen und kam durch die Dominanz von Sam mit zeitlichen AbstÀnden und damit nicht mehr einheitlich ins Ziel.


Kulinarisch wurde wir von LottaÂŽs Schokomuffins verwöhnt. DafĂŒr und fĂŒr den von den Fahrerinnen dem Teamchef Hannes organisierten Kaffee vielen Dank. Es war ja fĂŒr ihn nur eine kleine Herausforderung, die große kommende Woche als DM Berg wird wieder der Sportliche Leiter Clemens begleiten.


Eine Wertung fĂŒr die Frauen war nicht ausgeschrieben, sie hatten mit den Junioren/ U19 zu fahren. Die Wertung der Juniorinnen fĂŒr ein Ergebnis unserer Eisfee Alexa liegt aktuell noch nicht vor.


Die Strecke auf privatem GelĂ€nde ist fĂŒr das Radrennen wie geeignet. Auf total gesperrten gut asphaltierten Strassen wird auf profiliertem Kurs allen Fahrern das Maximale abverlangt. Die Frage drĂ€ngt sich auf, warum von diesem Streckenangebot weder BDR noch andere LandesverbĂ€nde Gebrauch machen. Vielleicht sollten wir alle hier gemeinsam an einem Strick ziehen. Der Veranstalter ringt um jeden Fahrer, um die ehrenamtliche Kasse nicht plĂŒndern zu mĂŒssen und z.B.die Bundesligaserie ringt um Rennen. Weshalb also nicht mehr Rennen im Osten?


Vielen Dank an die vielen Helfer, WA Thomas Scheibe und den Vereinen SG Motor Halle, Eisleber Radsport Club Mansfelder Land, Abfallwirtschaft GmbH Halle-Lochau , Stadtwerke Halle und dem Landesverband Radsport Sachsen-Anhalt e.V. und allen voran Wilfried Brahmann aus Lutherstadt Eisleben ohne sie diese tolle Veranstaltung hÀtte nicht, zumal nicht in der coronagebeutelten Zeit stattfinden können.


"Was wir brauchen, sind ein paar verrĂŒckte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben", sagte der große Schriftsteller George Bernard Shaw. Das Team schließt sich der Meinung ShawÂŽs an. Wir brauchen ein paar VerrĂŒckte , die den Frauenradsport nach vorn bringen.

Vielen Dank an alle, auch an unsere und die UnterstĂŒtzer des Frauenradsports, die in diesen Zeiten weiter zu uns halten.

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