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🌹8. März- Blumen reichen nicht: Internationaler Frauentag

Aktualisiert: vor 5 Stunden

Der Internationale Frauentag ist für uns kein Pflichttermin mit Gratulationsfloskel – sondern ein Prüfstein: Wie viel gleiche Teilhabe ist wirklich schon da? Und wie viel ist noch Papier, Versprechen – und am Ende doch Windschatten? Genau deshalb schreiben wir heute kämpferisch: weil wir im Frauenradsport noch immer zu oft erklären müssen, warum Spitzenleistung, Bildung und Ehrenamt nicht „nice to have“ sind, sondern gleichwertig.


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Gleichberechtigung: Wo wir stehen – und warum wir nicht zufrieden sind

Wir erleben es täglich: Frauen trainieren hart, liefern Ergebnisse, stemmen Familie, Beruf und Leistungssport – und bekommen trotzdem nicht dieselbe öffentliche Wahrnehmung, nicht dieselbe Wertschätzung und nicht dieselbe Struktur wie der Männerbereich. Unser eigener Blogbeitrag zum Frauentag 2025 sagt es klar: Der Kampf geht weiter – auch, weil die Professionalisierung (Continental-Team 2026 ) in Deutschland noch immer an fehlenden Finanzierungskonzepten und Rahmenbedingungen hängt.

Und dann kommt das, was besonders schmerzt: selbst bei herausragenden Erfolgen bleibt die offizielle Würdigung zu oft aus – genau diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität benennen wir seit Jahren.

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Regionale Zielvereinbarung: unterschrieben – aber nicht geliefert

Auf dem Papier ist vieles eindeutig: Regionale Zielvereinbarung (RZV), Förderung, nachhaltige Entwicklung des Leistungssports, Absicherung von Athletinnen und Strukturen – das ist als Leitidee längst im Berliner Sportkontext angekommen. (Wheel Divas)

In der Praxis erleben wir jedoch, dass wir uns diese Gleichstellung immer wieder erstreiten müssen – politisch, strukturell, notfalls juristisch. In unserem Beitrag zur LSB-Mitgliedschaft ist dokumentiert, dass wir beim Werkstattgespräch die Probleme der Umsetzung der RZV und sogar eine Schiedsklage gegen den Berliner Radsportverband ansprechen – Kernpunkt: verweigerte Mittel/Bundesligahilfe für den Frauenbereich in einer Größenordnung von rund 50.000 Euro. (Wheel Divas)

Das ist die Realität: Gleichberechtigung im Frauenradsport ist nicht nur eine Frage von Emotion – sondern von Entscheidungen, Budgets und Zuständigkeiten.


Ehrenamtswürdigung mit Regierenden Bürgermeister Kai Wegener
Ehrenamtswürdigung mit Regierenden Bürgermeister Kai Wegener

Sichtbarkeit ist Macht: German Cycling, LSB, Senat, BRV – wir erwarten Gleichmaß

Wir sagen es ohne Schleife: Gleiche Teilhabe bedeutet auch gleiche Sichtbarkeit.Unser Frauentagsbeitrag 2025 beschreibt die Lücke zwischen offiziellen Richtlinien und gelebter Praxis – inklusive der Kritik, dass Frauenradsport in offiziellen Medien/Strukturen nicht gleichberechtigt berücksichtigt wird.

Und ja: Wir benennen die Verantwortungsräume klar – German Cycling, Landessportbund Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport oder der Berliner Radsportverband. Denn dort wird entschieden, ob Frauenradsport als „Projekt“ behandelt wird – oder als das, was er längst ist: Leistungssport auf Top-Niveau mit gesellschaftlichem Mehrwert.



Unser Gegenentwurf: Leistung + Bildung + Veranstaltungen – und alles im Ehrenamt

Wheel Divas ist nicht nur Bundesliga. Wir sind ein Verein, der Frauenleistung sichtbar macht und gleichzeitig Infrastruktur baut: Bildung über die bike academy, Events wie Oderrundfahrt & Nachwuchsformate – und das alles mit einem Kern, der ehrenamtlich arbeitet. Dass wir dabei immer wieder auch an Grenzen stoßen, benennen wir offen: schon 2023 kritisieren wir öffentlich, dass Zuwendungen für zentrale Frauen-/Juniorinnen-Strukturen blockiert würden. Das gilt bis heute.

Gleichzeitig suchen wir den Weg nach vorn: direkte Einbindung in den LSB, Gespräche auf Augenhöhe, Mediation – und politisches Sichtbarmachen. Das ist keine Symbolik, sondern Strategie: Wir nutzen Anerkennung, um die offenen Baustellen endlich zu lösen.

Strahlende Gesicht wollen wir in 2026 sehen!
Strahlende Gesicht wollen wir in 2026 sehen!

Unser Anspruch am 8. März: fünf klare Punkte

  1. Gleiche Mittel für gleiche Leistung – keine strukturellen Sonderhürden für Frauen.

  2. Gleiche Sichtbarkeit – sportliche Erfolge von Frauen gehören in die offiziellen Kanäle, nicht in private Glückwünsche.

  3. Verbindliche Umsetzung der RZV – nicht als Papier, sondern als gelebtes Förderhandeln.

  4. Förderlogik, die Nachwuchs ernst nimmt – Juniorinnen- und Mädchenstrukturen sind keine Dekoration.

  5. Respekt für Ehrenamt – wer im Ehrenamt Leistungssport, Bildung und Events trägt, verdient planbare Rahmenbedingungen.


Schluss: Wir bleiben laut – und wir bleiben konstruktiv

Der Internationale Frauentag ist ein Feiertag – aber vor allem ist er ein Arbeitsauftrag. Wir gratulieren allen Frauen – und wir sagen gleichzeitig: Wir geben nicht auf.


Wir kämpfen weiter für Gleichberechtigung im Sport – für gleiche Teilhabe, gleiche Aufmerksamkeit, gleiche Anerkennung. Nicht irgendwann. Jetzt.


Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall





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