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🇳🇱 LIMBURG-HAMMER! WHEEL DIVAS BEISSEN SICH DURCH DIE NXT CLASSIC - UND ZEIGEN, DASS SIE AUF DIESE BÜHNE GEHÖREN

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Frühlingsausflug? Nein- das ist ein Härtetest auf internationalem Top-Niveau. Bei der NXT Classic WE 2026 werfen sich die Wheel Divas in ein brutales Rennen durch die Hügel Süd-Limburgs - gegen ProTeams, Devo-Strukturen, knallharte Konkurrenz und ein Feld, in dem fast jede vierte Fahrerin nicht ins Ziel kommt.

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Die NXT Classic? Kein nettes Holland-Rennen - sondern ein echtes Brett

Die NXT Classic Women Elite findet am 4. April 2026 in den Niederlanden als UCI-1.2-Rennen statt. Gefahren werden 116,10 Kilometer, das Rennen endet mit einem Durchschnitt von 38,74 km/h. 131 Fahrerinnen starten, nur 97 erreichen das Ziel, 34 steigen aus. Das sind fast 26 Prozent DNF. Anders gesagt: Dieses Rennen frisst Fahrerinnen.

Dazu kommt die Geschichte des Rennens: Die Frauen-Ausgabe gehört seit 2017 zum Event. Frühere Siegerinnen heißen unter anderem Demi Vollering, Mischa Bredewold, Femke Markus und Femke Gerritse. Wer hier besteht, besteht nicht irgendwo. Wer hier durchkommt, besteht auf einer Bühne, die im internationalen Frauenradsport Gewicht hat.

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki (v.l.n.r.)

Das Feld ist international - und für ein erstes CTW-Jahr brutal stark

Die Startliste zeigt, wie hoch das Niveau wirklich ist. Am Start stehen unter anderem Cofidis Women Team und VolkerWessels Cycling Team sowie starke CTW- und Devo-Strukturen wie AG Insurance Soudal Devo Team, CANYON//SRAM zondacrypto Generation, Fenix-Premier Tech Development Team, Liv AlUla Jayco Women’s Continental Team, UAE Development Team und Hitec Products - Fluid Control. Auch die Wheel Divas Cycling Team stehen in diesem Feld.

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 George Deswijzen Media & Events

Und genau deshalb muss man die Leistung der Berlinerinnen richtig lesen: 2026 ist das erste Jahr der Wheel Divas als Kontinentalteam. Das Team fährt also nicht mit einem über Jahre eingespielten Vollprofikader in diese Rennen, sondern mit jungen Fahrerinnen, unterschiedlichen Erfahrungshorizonten und mehreren Athletinnen, die eben keine Vollprofis sind. Die eigene Einordnung im Team ist daher klar: Schon das Mitfahren in genau diesem Feld ist eine Auszeichnung.

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
Corinna Lechner (Wheel Divas) bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg

So läuft das Rennen: schnell, eng, giftig - und jede Runde ein Kampf

Der interne Recap beschreibt das Rennen schonungslos. Nach verlängerter Neutralisation geht es sofort schnell los. Gefahren werden acht Runden, pro Runde mit zwei weh tuenden Hügeln. Danach folgen engere, schmale Abschnitte, auf denen Positionierung entscheidend ist. Ab Runde drei beginnen die Attacken an den Anstiegen und direkt danach durch die stärkeren Teams. Immer wieder gibt Stürze im hinteren Feld und Stop-and-go-Situationen.

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 Jo Pijpops

Dort wird das Rennen als deutlich enger und aggressiver beschrieben als das, was viele aus Bundesliga oder Nachwuchsklassen kennen. Die Fahrerinnen bewegen sich demnach dauerhaft Schulter an Schulter, jede Minute im Feld ist Lehrzeit, und gerade in belgisch-niederländisch geprägten Rennen gilt Ankommen fast schon als Ausnahme statt als Selbstverständlichkeit.

Kurz gesagt: Dieses Rennen lässt niemanden in Ruhe. Es fordert Beine, Nerven und Ellbogen.


Impressionen vom Rennen. Da keine Bilder von den Frauen, folgt hier ein Kurzvideo der Männer

Romy und Corinna fahren im Siegerinnenfeld - und das ist eine Ansage

Die offizielle Ergebnisliste zeigt am Ende:

  • Romy Kasper: Platz 40 - zeitgleich mit der Siegerin

  • Corinna Lechner: Platz 47 - ebenfalls zeitgleich mit der Siegerin

  • Inka Tulowitzki: Platz 54 - nur 2:10 Minuten zurück

  • Malin Bruhns: DNF

  • Paula Gloning: DNF

Diese Zahlen wirken nur dann unspektakulär, wenn man den Kontext ignoriert. Tut man das nicht, dann sieht man etwas anderes: Romy und Corinna rollen im Hauptfeld mit derselben Zeit wie Siegerin Anna Vanderaerden ins Ziel. 

Alle Fahrerinnen haben alles richtig gemacht. Denn in einem Rennen mit dieser Härte, diesem Schnitt und dieser Ausfallquote ist das Fahren im Siegerinnenfeld keine Randnotiz, sondern Qualität,

so Niklas Reinhardt, Sportlicher Leiter.


Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
Malin Bruhns kämpft bei den NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 Jo Pijpops

Inka verliert nur 2:10 Minuten - und selbst das erzählt noch nicht die ganze Geschichte

Auch Inka Tulowitzki liefert ein Ergebnis, das man würdigen muss. Sie erreicht das Ziel mit 2:10 Minuten Rückstand - in einem Rennen, das viele deutlich früher zerlegt. Darius Wille ( Marketing Chef der Wheel Divas):

„Inka geht sogar noch einmal aus der Gruppe heraus in die Offensive, obwohl es zuvor wohl schon eine heikle Situation mit dem Hinterrad oder ein Wegrutschen gibt. Und genau das macht diese Leistung so bemerkenswert: Sie ist keine Vollprofi-Fahrerin, sondern arbeitet neben dem Sport und muss sich für solche Einsätze freinehmen. Wenn dann am Ende auf 116,10 Kilometern nur 2:10 Minuten Rückstand stehen, sagt das sehr viel über ihre Leistung aus.“
Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
Malin Bruhns kämpft bei den NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 Jo Pijpops

Warum Malin und Paula aussteigen - und warum auch das Teil der Wahrheit ist

Unsere DNFs bekommen ein klareres Bild: Bei Malin Bruhns passiert ein Sturz direkt am Anfang. Danach kommen technische Probleme hinzu. Das Team versucht einen Radwechsel, bemüht sich, sie wieder ans Feld heranzufahren - doch die Lücke ist am Ende zu groß, die Strassen zu eng.

Unsere Paula Gloning fährt im ersten Jahr der Frauen und dann gleich bei einem 1. UCI Rennen. Sie lernt, auch mit der körperlichen Härte des Rennens umzugehen. Sie positioniert sich zunächst ordentlich, kommt aber in den engen Phasen nicht weit genug nach vorn und fällt dann an einem der brutal hochgefahrenen Berge hinten aus dem Feld. Auch das ist keine Schande. Im Gegenteil! Der Mut gehört den Tüchtigen- und sie ist tüchtig!

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 Jo Pijpops

Das eigentliche Fazit: Dieses Rennen ist Lehrzeit auf brutalstem Niveau

Der Kern des Rennens macht deutlich: Wheel Divas fahren nicht zur NXT Classic, um hübsch auf der Startliste zu stehen. Sie fahren hin, um in genau dieser Liga zu lernen.

Wir sind ein Ausbildungskombinat, deshalb ist das Lernen aktuell wichtiger als eine Platzierung

so 2.CEO Hans-Günter Päske.


Jede Minute im Feld zählt. Jede Runde gegen diese Gegnerinnen ist Ausbildung. Genau deshalb bekommt das Ergebnis noch mehr Gewicht.

Und man muss es noch schärfer sagen: Wenn ein junges Team im ersten CTW-Jahr in so einem Rennen zwei Fahrerinnen im Siegerinnenfeld hält, eine weitere nur knapp darüber verliert und trotz Sturz, Technik, brutalem Rennverlauf sichtbar im Rennen bleibt, dann ist das keine höfliche Achtungserfolg-Geschichte. Dann ist das ein echter Beleg dafür, dass dieses Projekt sportlich Substanz hat.

Wheel Divas bei der NXT Classic WE 2026 in Limburg. Romy Kasper, Malin Bruhns, Corinna Lechner, Paula Gloning, Inka Tulowitzki
NXT Classic WE 2026 in Limburg 📷 George Deswijzen Media & Events

Was hängen bleibt

Die NXT Classic ist gnadenlos. Hügel. enge Wege. Attacken. Stürze. Hektik. Ein Feld, das fast auseinanderbricht. Aber genau in diesem Chaos zeigen die Wheel Divas, dass sie auf diese Bühne gehören.

Nicht, weil alles perfekt läuft. Sondern weil das Team im ersten Kontinentaljahr genau das macht, was junge Teams auf diesem Niveau machen müssen: lernen, leiden, durchkommen - und trotzdem Ergebnisse liefern, die im Kontext stark sind. Und ein Rennen, das brutal offenlegt, wie hoch die Latte im internationalen Frauenradsport wirklich hängt und eine sehr gute Vorbereitung für die kommenden Rad-Bundesliga- Rennen.



Wheel Divas überlassen nichts dem Zufall


Marken des Wheel Divas Cycling Team und des Vereins

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